Samstag, 2. August 2014

Paneer Makhami Masala


Ich liebe die indische Küche. Ich mag es wenn sich der Duft der vielen verschiedenen Gewürze in der Küche ausbreitet und man mit dem Aroma von Kurkuma, Zimt, Koriander und Co. gedanklich in das Reich aus 1001 Nacht entfliehen kann. Wusstet ihr, dass exotisch Kochen ein ausgezeichnetes Heilmittel gegen Fernweh ist?
Vor einigen Monaten war ein Kollege in Indien auf Dienstreise und da er weiß, dass ich total auf exotisches Essen stehe, hat er mir zwei Packungen Curry-Mix mitgebracht (schaut wie ein 0815 Mikrowellenmenü aus, ist aber nichts weiter als eine Curry-Paste ;-)  ) Eine dieser Packungen war für ein Paneer Makhami Masala.

Paneer ist ein traditionell indischer Frischkäse. Es gibt eine Vielzahl an leckeren indischen Gerichten in denen dieser Käse eine tragende Rolle spielt. 
Leider habe ich ihn bisher in keinem Supermarkt in und um München gefunden. 
Aber wie heißt es so schön? Selbst ist die Frau! Und was es nicht zu kaufen gibt wird eben kurzerhand selber gemacht. Jawoll! 

Dass die Herstellung von Paneer im Grunde ein Kinderspiel ist, motiviert einen natürlich erst recht, das Experiment zu wagen. Alles was man hierfür braucht ist: 

  •  1 großer Topf 
  •  2 Liter frische Vollmilch 
  •  6 EL Essig / oder der Saft einer Zitrone 
  •  1 Passiertuch oder ein sauberes Küchentuch 
  •  1 feinmaschiger Sieb 
  •  2 Schneidebretter und etwas schweres z.B. große Konservendosen (bei mir Hantelgewichte) 








Die Milch in einen großen Topf bei mittlerer Hitze zum Kochen bringen. Dabei am Anfang ab und zu, später kräftig mit dem Schneebesen rühren, damit die Milch nicht anbrennt.





Sobald die Milch kocht, den Topf vom Herd nehmen und den Essig (oder den Zitronensaft) einrühren. Die Milch fängt sofort an zu flocken. Die die gelbliche, flüssige Molke trennt sich von der weißen, flockigen Käsemasse. 






 Den Sieb mit dem Küchentuch auslegen und den Topfinhalt hineinschütten. Das Tuch fest von oben zusammendrehen und -drücken, damit so viel Flüssigkeit wie möglich aus dem Käse abfließt. 





Jetzt das Tuch mit dem Käse auf das Küchenbrett legen und den Käse darin etwa 2 cm hoch mit den Fingern festdrücken. Die Seiten des Tuches über den Käse schlagen, ein weiteres Küchenbrett darauf legen und das Ganze mit den Konservendosen – oder wie bei mir mit den Gewichten beschweren. So ein bis zwei Stunden auskühlen lassen, dann kann man das Ganze in den Kühlschrank stellen und weitere 4 Stunden (oder über Nacht) fest werden lassen. 

Ist der Käse fest, kann man ihn in Würfel schneiden und ins Curry Geben.


Wer gerne mal Käse selber machen möchte, aber kein indisches Essen mag, der kann den Käse direkt nach dem Abkühlen in Würfel schneiden, ihn in ein Glas geben, Kräuter, Pfefferkörner und ein Stück Zitronenschale hinzufügen und das Ganze mit Olivenöl bedecken. Der Käse hält sich so gut ein zwei Wochen und macht sich super zu Salat oder als Aperitif zu frischem Baguette. ;-)

In diesem Sinne....an die Töpfe, fertig, los!

B*

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