...oder, wie man das Mittagessen für eine komplette Woche innerhalb von 45 Minuten vorbereitet.
Ob Pinterest nun Fluch oder Segen ist, da scheiden sich die Geister. Fakt ist, es ist ein enormer Zeitfresser und es ist ganz oft ein Auslöser des "Habenwill-Syndroms". Zumindest bei mir.
Dies muss nicht zwangsläufig negativ sein. Schließlich brachten mich die hunderten von tollen Slow-Cooker-Rezeptbilder dazu, mir vor über zwei Jahren ein Slow Cooker zu kaufen. Ich bereue die Anschaffung keine Sekunde!
Mein "Crocky" ist der perfekte "Partner" wenn man, wie ich, zwischen Full-Time Job, Haus&Garten und diversen, zeitraubenden Hobbys, nicht auf gesundes und vor allem leckeres Essen verzichten möchte.
Ich lege meist Abends die Zutaten in den Schongarer, mache ihn an und während ich friedlich schlummere, zaubert mir mein Crocky ein leckeres, gesundes Mittagessen und ich kann das fettige, fade Futter in der Betriebskantine umgehen. Aber um den Crocky geht es heute eigentlich nicht wirklich bzw. nur am Rande.
Heute geht's viel mehr um das Thema Planen. Oder konkreter, meine Unfähigkeit Mahlzeiten weit im Voraus zu planen. Ich bin ein "Gelüste-Esser". Das bedeutet, ich möchte immer am liebsten das essen, worauf ich gerade Lust habe. Und woher soll ich denn am Freitag, wenn ich meinen Wocheneinkauf mache, wissen was ich am Montag essen möchte?
Vor kurzem bin ich (übrigens auch bei Pinterest) über eine mögliche Lösung für mein Problem gestolpert; Freezer Meals! Klingt zwar nach TK-Pizza ist aber im Grunde nichts anderes als das Vorausplanen und Vorbereiten von Mahlzeiten.
Ich habe mir also 4 meiner Lieblings Rezepte für den Schongarer herausgesucht und mich an die Arbeit gemacht. Gemüse geputzt und gewürfelt, Fleisch in Mundgerechte Stücke geschnitten, Zip-Gefrierbeutel beschriftet, Zutaten rein. Und ab in die TK-Truhe damit! :-)
In 45 Min. habe ich ganze 7 Mahlzeiten "zubereitet".
Jetzt muss ich nur noch am Vorabend entscheiden, was ich am nächsten Tag essen möchte. Dann fische ich den Beutel aus dem Kühlfach, lasse ihn antauen, kippe den Inhalt in mein Crocky, et voilà! Das Mittagessen ist gebongt.
Ihr wollt wissen was es ist?
2x Chicken Teryjaki
2x Italian Beef
1x Sesam-Honig Hühnchen
1x Mexican-Chili Chicken
1x Rind mit Erbsen&Karotten
Ich glaube ich werde ab jetzt öfter mal so ein Schnibbelmarathon einlegen.
Vorausplanen ist also doch etwas für mich! ;-)
Wie ist es bei euch?Wie plant ihr so, was ihr unter der Woche esst?
Seid ihr durchorganisiert oder lebt ihr (wie ich) eher in den Tag hinein? Kanntet ihr diese Freezer Meals schon oder habt ihr andere coole Tipps, die vielleicht auch für mich nützlich wären?
xoxo,
B*
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Dienstag, 3. Februar 2015
Montag, 8. September 2014
Grüße aus meiner Küche - Teil 1
Eigentlich war dieses (oder dieser?) Blog dafür gedacht, aus meinem Leben zu berichten und weniger meine kreativen Ausbrüche zu dokumentieren.
Dafür ist nämlich meine andere Homepage DeSastre gedacht. Ich muss aber feststellen, dass die interessantesten Momente in meinem Leben häufig damit zu tun haben, dass ich mich in irgendeiner Weise kreativ austobe....sei es in der Küche, an der Nähmaschine oder an meinem Färbekessel.
Also hoffe ich, ihr habt nichts dagegen, wenn ich ab und an über ein paar meiner "Experimente" schreibe ;-)
So und nun zum Eingemachten *g*
Auch wenn es das Wetter nicht vermuten lässt; Wir haben Spätsommer.
Was ich am Spätsommer so liebe ist die unglaubliche Vielfalt an Obst und Gemüse, das zurzeit in meinem Garten wächst. Und obschon ich absolut keinen grünen Daumen habe - der Garten wird liebevoll von meinen Schwiegereltern gepflegt - so habe ich doch einen riesen Spaß dabei, die geernteten Früchte zu verarbeiten. Auch wenn das heißt, dass ich die komplette letzte Woche, jeden Abend mehrere Stunden in der Küche verbracht habe.
Ich habe mich also jeden Abend, nach dem Abendessen, in meine Küche verkrümmelt, mein aktuelles Hörbuch (Weit weg und ganz nah von Jojo Moyes) eingelegt, mir ein Glas Federweißen (jahaaa, ein weiteres "Geschenk" des Spätsommers :-) ) eingeschenkt und angefangen mit pochieren, pellen, schnibbeln und rühren bis die ganze Küche herrlich nach Olivenöl, Knoblauch, Basilikum und vor allem leckeren, saftigen und unglaublich aromatischen Tomaten gerochen hat.
Ganze 9kg Tomaten habe ich zu hausmemachter Tomatensauce verarbeitet, weitere 10kg warten inzwischen wieder darauf verkocht zu werden und da sind noch jeeeede Menge an den Sträuchern. Ich würze die Sauce nur ein kleines bisschen mit Salz, Pfeffer, frischem Rosmarin und frischem Basilikum; So kann ich sie als eigenständige Sauce oder auch als Basis für viele Gerichte Verwenden wie z.B. Pizza, Bolognese oder auch für ein Tomatenrisotto.
Und da ein bisschen Deko auch sein muss, habe ich mir kurzerhand ein paar Aufkleber gebastelt. Leider ist das Design nicht ganz mittig auf dem Aufkleber gelandet....und das trotz der Software von Avery. Aber egal, gefallen tut's mir dennoch und bei den nächsten Etiketten wird dann halt das Design ein bisschen weiter nach rechts verschoben. ;-)
Samstag, 2. August 2014
Paneer Makhami Masala
Ich liebe die indische Küche. Ich mag es wenn sich der Duft der vielen verschiedenen Gewürze in der Küche ausbreitet und man mit dem Aroma von Kurkuma, Zimt, Koriander und Co. gedanklich in das Reich aus 1001 Nacht entfliehen kann. Wusstet ihr, dass exotisch Kochen ein ausgezeichnetes Heilmittel gegen Fernweh ist?
Vor einigen Monaten war ein Kollege in Indien auf Dienstreise und da er weiß, dass ich total auf exotisches Essen stehe, hat er mir zwei Packungen Curry-Mix mitgebracht (schaut wie ein 0815 Mikrowellenmenü aus, ist aber nichts weiter als eine Curry-Paste ;-) ) Eine dieser Packungen war für ein Paneer Makhami Masala.
Paneer ist ein traditionell indischer Frischkäse. Es gibt eine Vielzahl an leckeren indischen Gerichten in denen dieser Käse eine tragende Rolle spielt.
Vor einigen Monaten war ein Kollege in Indien auf Dienstreise und da er weiß, dass ich total auf exotisches Essen stehe, hat er mir zwei Packungen Curry-Mix mitgebracht (schaut wie ein 0815 Mikrowellenmenü aus, ist aber nichts weiter als eine Curry-Paste ;-) ) Eine dieser Packungen war für ein Paneer Makhami Masala.
Paneer ist ein traditionell indischer Frischkäse. Es gibt eine Vielzahl an leckeren indischen Gerichten in denen dieser Käse eine tragende Rolle spielt.
Leider habe ich ihn bisher in keinem Supermarkt in und um München gefunden.
Aber wie heißt es so schön? Selbst ist die Frau! Und was es nicht zu kaufen gibt wird eben kurzerhand selber gemacht. Jawoll!
Dass die Herstellung von Paneer im Grunde ein Kinderspiel ist, motiviert einen natürlich erst recht, das Experiment zu wagen. Alles was man hierfür braucht ist:
- 1 großer Topf
- 2 Liter frische Vollmilch
- 6 EL Essig / oder der Saft einer Zitrone
- 1 Passiertuch oder ein sauberes Küchentuch
- 1 feinmaschiger Sieb
- 2 Schneidebretter und etwas schweres z.B. große Konservendosen (bei mir Hantelgewichte)

Die Milch in einen großen Topf bei mittlerer Hitze zum Kochen bringen. Dabei am Anfang ab und zu, später kräftig mit dem Schneebesen rühren, damit die Milch nicht anbrennt.

Sobald die Milch kocht, den Topf vom Herd nehmen und den Essig (oder den Zitronensaft) einrühren. Die Milch fängt sofort an zu flocken. Die die gelbliche, flüssige Molke trennt sich von der weißen, flockigen Käsemasse.

Den Sieb mit dem Küchentuch auslegen und den Topfinhalt hineinschütten. Das Tuch fest von oben zusammendrehen und -drücken, damit so viel Flüssigkeit wie möglich aus dem Käse abfließt.

Jetzt das Tuch mit dem Käse auf das Küchenbrett legen und den Käse darin etwa 2 cm hoch mit den Fingern festdrücken. Die Seiten des Tuches über den Käse schlagen, ein weiteres Küchenbrett darauf legen und das Ganze mit den Konservendosen – oder wie bei mir mit den Gewichten beschweren. So ein bis zwei Stunden auskühlen lassen, dann kann man das Ganze in den Kühlschrank stellen und weitere 4 Stunden (oder über Nacht) fest werden lassen.
Wer gerne mal Käse selber machen möchte, aber kein indisches Essen mag, der kann den Käse direkt nach dem Abkühlen in Würfel schneiden, ihn in ein Glas geben, Kräuter, Pfefferkörner und ein Stück Zitronenschale hinzufügen und das Ganze mit Olivenöl bedecken. Der Käse hält sich so gut ein zwei Wochen und macht sich super zu Salat oder als Aperitif zu frischem Baguette. ;-)
In diesem Sinne....an die Töpfe, fertig, los!
B*
In diesem Sinne....an die Töpfe, fertig, los!
B*



